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Aktuelles zur Buchhaltung, Außergewöhnliche Belastungen, Änderungen, Grafik: Look up 4 Finanzamt

Aktuelles zur Buchführung

Außergewöhnliche Belastungen:

Zumutbare Belastung auf dem Prüfstand

Thema Außergewöhnliche Belastungen. Der Bundesfinanzhof prüft derzeit, ob die Finanzämter Krankheitskosten um einen Eigenanteil kürzen dürfen (Az. VI R 32/13). Steuerzahler, denen die Krankheitskosten in der Steuererklärung gestrichen wurden, können Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen. Das Finanzamt muss dann das „Ruhen des Verfahrens“ gewähren.

Kindergeld/Kinderfreibetrag/Grundfreibetrag

Rückwirkend zum 01.01.2015 werden der steuerliche Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag und das Kindergeld angehoben. Für 2016 ist eine weitere Erhöhung vorgesehen.

Abzug von Kinderbetreuungskosten

Für den Abzug von Kinderbetreuungskosten ist es zwingend erforderlich, dass die Aufwendungen durch eine Rechnung nachgewiesen und auf ein Konto der Betreuungsperson unbar geleistet werden.

Fristverlängerung für Steuererklärungen

Gemäß einer Pressemitteilung des Bundes der Steuerzahler vom 07.01.2013 wird die Bearbeitung der Einkommensteuererklärungen für das Kalenderjahr 2012 nicht vor Mitte März 2013 erfolgen können. Die Finanzverwaltung benötigt diese Zeit, um die Softwareprogramme umzustellen. Daher ist es denkbar die Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung 2012 um zwei Monate zu verlängern, somit wäre nicht der 31.05.2013 der Stichtag, sondern erst der 31.07.2013.

Kindergeld für volljährige Kinder ab 2012

Ab dem Kalenderjahr 2012 sind die Einkünfte und Bezüge eines Kindes nicht mehr maßgeblich, wenn es volljährig ist und sich in einer Ausbildung befindet.

Rechtzeitige Meldung bei Minijobbern

Seit dem 01.01.2013 gelten für die Minijobber bis nun 450 Euro monatlicher Verdienstgrenze neue Regeln. Diese geringfügig Beschäftigten unterliegen grundsätzlich der vollen Rentenversicherungspflicht. Der Minijobber kann sich jedoch aufgrund schriftlichen Antrages beim Arbeitgeber vom Eigenbeitrag von derzeit 3,9 % befreien lassen. Der Arbeitgeber muss den Eingang des Antrages aufzeichnen und an die Bundesknappschaft melden. Nur wenn dieser Antrag im Monat des Beschäftigungsbeginns beim Arbeitgeber eingeht, hat er die Wirkung für diesen Monat, ansonsten erst ab dem Folgemonat. Versäumt der Arbeitgeber die Meldung des Antrages innerhalb einer Sechs-Wochen-Frist, kann der Befreiungsantrag erst ab dem Folgemonat des Monats wirken, in dem die Widerspruchsfrist von vier Wochen aus Sicht der Knappschaft nach Meldung abgelaufen ist. Das verzögert die Wirkung des Befreiungsantrages nochmals enorm. Aufgrund des Haftungsrisikos ist deshalb unbedingt aus Sicht des Arbeitgebers auf die rechtzeitige Meldung des eingegangenen Antrages zu achten.

Arbeitnehmer-Pauschbetrag

Für das Kalenderjahr 2012 und 2013 beträgt der Arbeitnehmerpauschbetrag bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit 1.000,00 €. Vorgesehen ist eine erneute Erhöhung auf 1.130,00 € ab 2014.

Häusliches Arbeitszimmer

Es soll im Bereich des häuslichen Arbeitszimmers zu einer bislang unbekannten Pauschalierung der Kosten von 100,00 € pro Monat kommen. Ab dem Veranlagungszeitraum 2014 soll die Neuregelung anzuwenden sein.

Sachbezüge

Bestimmte Sachbezüge bleiben bislang bis zu 44,00 € pro Monat steuer- und sozialversicherungsfrei. Geplant ist, die Freigrenze um mehr als die Hälfte auf 20,00 € abzusenken (z. B. Waren- und Tankgutscheine). Ab dem Veranlagungszeitraum 2014 ist diese Einschränkung geplant.

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